BERATUNG FÜR AUßERSCHULISCHE INSTITUTIONEN

Talentförderung ist eine gesellschaftliche Gemeinschaftsaufgabe. Ob Polizei oder Jobcenter – auch außerhalb des originären NRW-Talentscouting an Schulen integrieren immer mehr Institutionen erfolgreich Ansätze der NRW-Talentförderung in ihre Arbeit. Sprechen Sie uns gerne an. Gemeinsam entwickeln wir Perspektiven einer passgenauen Talentförderung in Ihrer Institution.

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Talent Ibrahim im Porträt

In seiner Familie ist Ibrahim der Erste, der Abitur macht. Das eröffnet ihm zahlreiche Möglichkeiten, stellt ihn aber auch vor die schwierige Entscheidung, eine auszuwählen.

„In der Berufsausbildung etwas für andere bewirken“

In der U25-Beratung im Jobcenter Gelsenkirchen trifft Ibrahim auf Alexandria Visser. Die Berufsberaterin ist zertifizierter Talentscout und hat ein gutes Auge für Talente. Sie vermittelt ihn ins Talentförderungs-Netzwerk. In Gesprächen wägt Ibrahim seine Optionen ab, bis für ihn feststeht: Er beginnt eine Berufsausbildung bei der Bundesagentur für Arbeit.

Vom Jobcenter ins Talentscouting

Als Ibrahim in die U25-Beratung beim Jobcenter in Gelsenkirchen kommt, hat er noch keine konkreten Pläne für seine Zukunft. Ein Schuljahr hat er noch vor sich, bis zu seinem Abitur am Grillo-Gymnasium Gelsenkirchen. Seine Eltern unterstützen ihn, egal welchen Weg er einschlagen möchte. Doch wohin es für ihn gehen soll, ist ihm noch unklar. Ibrahims Berufsberaterin, Alexandria Visser, erkennt seine Stärken und ist sich sicher, der junge Mann hat Potenzial, hat aber Sorgen und braucht noch engere Begleitung. Sie bietet ihm an, sich beim kooperierenden Talentscouting-Team zu melden. Das Angebot ist freiwillig und ganz unabhängig von den Maßnahmen im Jobcenter. Ibrahim ist neugierig und vereinbart einen Termin.

Auf der Suche nach einem Job, der etwas bewirkt

Gemeinsam mit seinem Talentscout Patul Orfali von der Westfälischen Hochschule werden seine bisher ungeordneten Gedanken zu konkreten Plänen. Dass sich jemand so viel Zeit für ihn und seine berufliche Zukunft nimmt, beeindruckte Ibrahim. „Wir haben viele Ideen ausgetauscht. Patul hat immer berücksichtigt, was ich wollte und mir vorstellen konnte“, sagt er zufrieden. Anfangs war für ihn dabei noch völlig offen, ob es in eine Berufsausbildung oder ein Studium gehen soll. Ein Lehramtsstudium oder ein Studium bei der Polizei kamen in die nähere Auswahl. Ibrahim wollte einen Job, in dem er etwas verändern kann. Durch die Vernetzung in der Talentförderung NRW, hat er die Chance seine Ideen auch mit Polizei-Talentscout Yvonne Shirazi Adl zu besprechen. Sie konnte ihm Einblicke in den Job bei der Polizei geben und auf das anspruchsvolle Bewerbungsverfahren vorbereiten. Auch wenn Ibrahim diese Hürde nicht meistern konnte, verliert er nicht den Mut. „Ich habe mich eine Woche später schon mit Patul getroffen. Sie hat mir direkt wieder Mut gemacht und gezeigt, dass auch eine Absage kein Drama ist.“

Dort weitermachen, wo die Talentförderung für ihn begann

Gemeinsam besprechen die beiden weitere Optionen. Ein Besuch an der Ruhr-Universität in Bochum machte es für den Abiturienten einfacher. Nach dem Besuch an der Uni wird Ibrahim klar, dass er sich eher in einer Berufsausbildung sieht. „Eine Ausbildung zu finden, die zu mir passt, war nicht leicht. Aber zum Glück hatte ich Leute an meiner Seite, die mich dabei begleitet haben.“ Anfang September 2020 beginnt für Ibrahim seine Berufsausbildung als Fachangestellter für Arbeitsmarktdienstleistungen bei der Agentur für Arbeit in Bochum. „Mein Weg hat ja eigentlich dort angefangen. Ich dachte mir dann, warum nicht dort weitermachen, wo du angefangen hast.“ Mittlerweile hat er sein Abi in der Tasche und freut sich, dass es bald für ihn weitergeht. „Viele schreckt an einem Job in einer Behörde das Bild von viel Papierkram und Büroarbeit ab, aber ich habe selbst gesehen, was für nette Menschen dahinterstecken. Und ich kann andere unterstützen, so wie ich es auch erlebt habe. Es ist ein Job, in dem man viel für andere bewirken kann. Das spricht mich sehr an.“

Stand: August 2020

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