Talent Julian im Porträt

Julian hat in Borken die Realschule besucht. Dass er Abitur macht, stand für ihn nicht von Anfang an fest.

Dass Julian das Zeug für ein Stipendium hat, hätte er nie gedacht

Julian hat in Borken die Realschule besucht. Dass er Abitur macht, stand für ihn nicht von Anfang an fest. In seiner Kindheit interessierte er sich vor allem für Technik. „Als Kind habe ich ein Radio selbst gebaut. Damit fing alles an“, erzählt er und lacht. Denn heute studiert er Elektrotechnik an der Westfälischen Hochschule. Seine Mutter ist Sozialversicherungsfachangestellte, sein Vater Chemielaborant. Julian ist der erste in seiner Familie, der studiert. „Vielleicht machen es mir meine zwei jüngeren Geschwister ja mal nach.“

Sein Abitur machte Julian am Berufskolleg Borken mit einem technischen Schwerpunkt. Sein jetziges Studium ist dual. Die parallele Ausbildung macht er bei Uniper in Essen. „Das Technische lag mir schon immer und das Studium macht mir Spaß, aber es gibt auch viele Fragen. Und, dass ich das Zeug für ein Stipendium habe, hätte ich nie gedacht.“ Doch sein Talentscout erkannte schnell das Talent des engagierten Jugendlichen und unterstütze ihn bei einer Bewerbung für ein Stipendium. „Ich habe erst im Studium Kontakt zur Talentförderung bekommen. Das hat sich wirklich gelohnt. Ich hätte mich sonst niemals für ein Stipendium beworben. Ich wusste zum Beispiel nicht, das ehrenamtliches Engagement dafür überhaupt eine Rolle spielt.“ Denn der Student ist seit über sechs Jahren ehrenamtlicher Handballtrainer. Zudem ist er Gruppenleiter einer Jugendfreizeit. Das gefiel auch der Jury der Studienstiftung des Deutschen Volkes. Julian wird heute von ihnen ideell und finanziell unterstützt und darf sich stolz Stipendiat nennen.

„Das ist ein tolles Gefühl. Jetzt kann ich auch ohne Bedenken ein Masterstudium aufnehmen.“

„Das ist ein tolles Gefühl. Jetzt kann ich auch ohne Bedenken ein Masterstudium aufnehmen.“ Denn momentan erhält der dual Studierende noch Lohn durch die Berufsausbildung, für den Master würde er ein Vollzeitstudium, wahrscheinlich der Elektromobilität an der Ruhr-Universität Bochum, anstreben und damit auch kein Geld mehr verdienen. „Zu der Unterstützung durch das Stipendium, würde ich dann gerne noch einen Minijob an der Uni machen. Das wäre optimal.“ Was er nach dem Studium machen möchte, ist noch nicht sicher. Das Thema Umweltschutz liegt ihm sehr am Herzen und er möchte mit seiner Arbeit in diesem Bereich Fortschritte erzielen. Für die Entscheidung, wo und wie genau er das machen möchte, hat er noch reichlich Zeit. Aber eins steht für ihn fest: „Wenn ich mal nicht weiter weiß, kann ich mich an die Talentförderung wenden.“

Stand: Mai 2017

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