Talent Justin im Porträt

Justin ist Abiturient des Christian-Rohlfs-Gymnasiums in Hagen. Der 18-Jährige interessierte sich schon früh für Medizin. Zusammen mit Talentscout Halil Ülker von der Ruhr-Universität Bochum entdeckt Justin den Beruf des Notfallsanitäters für sich. Im September beginnt er die Berufsausbildung bei der Feuerwehr.

„GUTES ZU TUN, FÜHLT SICH RICHTIG AN“

Justin ist Abiturient des Christian-Rohlfs-Gymnasiums in Hagen. Der 18-Jährige interessierte sich schon früh für Medizin. Zusammen mit Talentscout Halil Ülker von der Ruhr-Universität Bochum entdeckt Justin den Beruf des Notfallsanitäters für sich. Im September beginnt er die Berufsausbildung bei der Feuerwehr.

Ehrenamt macht stolz

In seiner Jugend spielte Justin neun Jahre lang Handball. „Das hat mich natürlich extrem geprägt. Am meisten habe ich dadurch Teamfähigkeit und Empathie gelernt“, blickt er zurück. Als er irgendwann das Niveau seines Teams nicht mehr mitgehen konnte, hörte er auf und wandte sich dem Schwimmen zu. Er schwimmt nicht nur, sondern trainiert mittlerweile auch vier Kindergruppen ehrenamtlich. Seit er volljährig ist sogar hauptverantwortlich. Deshalb verbringt er montags und freitags fünf Stunden im Schwimmbad. „Das ist natürlich stressig und anstrengend, aber anschließend bin ich immer froh über den produktiven Tag“, sagt er lächelnd.

Frühes Talent in Medizin

Sein Interesse für Medizin spiegelt sich auch in seinen schulischen Aktivitäten wider. Justin lernt Erste Hilfe zu leisten und wird Schulsanitäter. Zudem erkennt er während eines Schulausflugs zu den Maltesern, dass ihm einiges schon gut liegt und er Spaß daran hat, sein Können auch anzuwenden. „Mir gefällt, etwas für andere Menschen zu tun. Gutes zu tun, fühlt sich richtig an“, findet Justin. Seine Mutter erkrankt an Brustkrebs und besiegt diesen. Dies bekräftigt sein Vorhaben, im medizinischen Bereich zu arbeiten. In der zehnten Klasse schreibt er eine Facharbeit in seinem Lieblingsfach Biologie. Die Arbeit über die Auswirkungen von Rauchen auf den menschlichen Körper wird die zweitbeste der gesamten Stufe. Worauf seine Lehrerin ihn auf das Programm NRW-Talentscouting hinweist.

„Ich wusste was ich machen möchte, aber nicht wie“

Er folgte der Empfehlung seiner Lehrerin und trug sich für ein Treffen mit Talentscout Halil Ülker ein. Nach dem ersten Gespräch ist Justin begeistert: „Das ist keine Beratung, sondern Aufklärung. Darüber, was überhaupt alles möglich ist – und vor allem wie“. Justin wusste lediglich etwas im Bereich Medizin machen zu wollen. Sein sehr guter Schnitt reicht nicht aus, um ohne Wartezeit einen Studienplatz in Medizin zu erhalten. Justins Eltern haben keine akademische Vergangenheit und konnten ihm bei Fragen zu Medizin kaum helfen. In den Gesprächen gibt ihm sein Talentscout Hinweise darauf, was es für Alternativen im medizinischen Bereich gibt. Über diese soll Justin sich zum nächsten Treffen informieren und Gedanken machen. „Sozusagen Hausaufgaben, die man gerne macht. Denn es geht schließlich um die eigene Zukunft“, vergleicht er. Nach einigen Gesprächen entdeckt Justin den Beruf des Notfallsanitäters der Feuerwehr für sich, was er als Ideallösung sieht: „Hier kann ich viel über Medizin lernen, mein Wissen anwenden und helfe damit Menschen – einfach perfekt“, sagt er voller Vorfreude.

„Einen Talentscout im Rücken zu haben, ist beruhigend“

Justin ist vor allem seinem Talentscout dankbar eine Berufsausbildung zu beginnen, die zu ihm passt. Durch die aufgeschlossene Art des Talentscouts und die lockere Atmosphäre bei den Gesprächen entsteht ein fast schon freundschaftliches Verhältnis. Außerdem ist er froh darüber, jemanden hinter sich zu wissen. „Halil hat mir geholfen alles miteinander zu verknüpfen. Auf dem Weg dahin war es enorm beruhigend, einen Ansprechpartner zu haben“, sagt er sichtlich glücklich. Daher betont er auch, dass jeder das Talentscouting wahrnehmen sollte: „Man hat schließlich nichts zu verlieren.“

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