Talent Sophie im Porträt

„Als ich von meiner Schule für ein Stipendium bei der Studienstiftung des deutschen Volkes vorgeschlagen wurde, konnte ich gar nichts damit anfangen“, erinnert sich Sophie. Die 20-Jährige hat auf der Lessing-Schule, einem Gymnasium in Bochum-Langendreer, 2017 ihr Abitur gemacht.

„Ich kann jetzt auch stolz sein auf das, was ich erreiche“

„Als ich von meiner Schule für ein Stipendium bei der Studienstiftung des deutschen Volkes vorgeschlagen wurde, konnte ich gar nichts damit anfangen“, erinnert sich Sophie. Die 20-Jährige hat auf der Lessing-Schule, einem Gymnasium in Bochum-Langendreer, 2017 ihr Abitur gemacht. „Erst dann habe ich recherchiert, was es damit auf sich hat.“ Sophie gehörte mit einem Abi-Schnitt von 1,3 zu den besten ihres Jahrgangs. „Erst später habe ich verstanden, dass bei der Bewerbung um ein Stipendium neben guten Noten auch Engagement zählt.“ Sophie war in der Tanz- und Foto-AG ihrer Schule aktiv und engagierte sich für die Abi-Zeitung. Daneben hat sie Nachhilfe und Hausaufgabenbetreuung gegeben.

Bei Sophies Recherche zum Thema Stipendium ergaben sich viele neue Fragen. Wie genau läuft das Auswahlverfahren ab? Wie schreibt man einen ausführlichen Lebenslauf? Ihre Lehrer*innen schlugen ihr einen Stipendien-Workshop bei den Talentscouts der Ruhr-Universität Bochum vor. „Der Workshop war super“, erzählt Sophie begeistert, „es war hilfreich, eine professionelle Einschätzung und Tipps zu bekommen. Wir haben auch das Auswahlprocedere der Studienstiftung besprochen.“

„Studium, Umzug, Stipendium – ich brauchte jemanden, der mich unterstützt“

Parallel zur Bewerbung kümmerte sich Sophie um ihren Umzug, sie hatte einen Studienplatz in Aachen bekommen. Seit der elften Klasse hatte sie überlegt, was sie nach der Schule machen möchte. Fest stand, dass sie studieren und mit Menschen arbeiten will. Ihre Eltern – der Vater arbeitet in der Kälte- und Klimatechnik, ihre Mutter in der Rechtsabteilung einer Krankenkasse – haben keine Erfahrung mit einem Studium. Sophie erkundigte sich eigenständig nach beruflichen Möglichkeiten. Sie wählte Zahnmedizin, da ihr der handwerkliche Anteil des Studiums und des Berufs gefiel, bewarb sich bei mehreren Hochschulen und bekam mehrere Zusagen. Sophie entschied sich für die RWTH Aachen. Sie fragte die Talentscouts der Ruhr-Universität Bochum, ob es das NRW-Talentscouting auch in Aachen gibt. „Der Workshop in Bochum hatte mir so gut gefallen, dass ich unbedingt weiter zum Talentscouting gehen wollte. Mit der Bewerbung um das Stipendium, dem Umzug und dem Studium fühlte ich mich überfordert und brauchte jemanden, der mich unterstützt.“

So lernte Sophie Seren Başoğul vom Talentscouting-Team Aachen kennen. Mit ihr konnte sie alle weiteren Fragen zum Stipendium besprechen. Während des Auswahlverfahrens der Studienstiftung war Sophie sehr nervös, aber sie fühlte sich auch gut durch das Talentscouting vorbereitet. Sie hatte den Eindruck, dass ein Einzelgespräch nicht gut verlief und war sich deshalb nicht sicher, ob sie das Stipendium bekommen würde. „Irgendwann wusste ich nicht mehr, was ich auf die vielen Fragen noch antworten soll. Deswegen konnte ich nicht einschätzen, wie es für mich insgesamt gelaufen ist. Als die Zusage kam, war ich überrascht und sehr froh! Ich hatte mich offenbar doch ganz gut geschlagen.“

Engagiert im Studium und im Ehrenamt

Sophie gefällt besonders die persönliche Ebene im NRW-Talentscouting. „Mir wird ehrliches Interesse entgegengebracht, deshalb fühle ich mich wohl und kann alle Fragen stellen, die mich beschäftigen. Das hat mir besonders beim Studienstart sehr geholfen.“ Sophie hatte nicht erwartet, dass sie das Studium so fordern würde. Sie muss viel lernen, die kurzen Wege im NRW-Talentscouting sind für sie hilfreich. „Wenn ich Fragen habe, kann ich meinen Talentscout anrufen oder per WhatsApp schreiben und alles schnell klären. Ich denke auch manchmal: Schaffe ich das? Aber durch das Talentscouting habe ich mehr Selbstbewusstsein. Ich kann jetzt auch stolz sein auf das, was ich erreiche.“

Gesellschaftliches Engagement ist Sophie auch weiterhin wichtig. Sie engagiert sich im Programm „INACT – Insider am Campus für Talente“ der FH und RWTH Aachen, bei dem Studierende Schüler*innen an der Hochschule begleiten und ihnen ihren Studienalltag zeigen. Sie ist im Organisationsteam des studentischen Besuchsdiensts, der ältere Menschen im Altenheim besucht und aktiv in der Organisation des Botschafterprogramms ihres Stipendiengebers, das über die Studienstiftung in Schulen informiert. „Das ideelle Förderprogramm meiner Stiftung ist wirklich toll“, sagt Sophie, „der Austausch bringt mich persönlich weiter. Ich würde gerne mehr mitmachen, aber das geht zeitlich oft nicht.“

Nach ihrem Studium möchte sich Sophie auf Kieferorthopädie spezialisieren. Sie musste früher selbst zum Kieferorthopäden, mag den ästhetischen Aspekt des Berufs und arbeitet gern mit Jugendlichen. „Ich war beeindruckt, was man in zwei Jahren Behandlung erreichen kann. Ich möchte der Gesellschaft später etwas zurückgeben, so wie ich es jetzt auch schon durch mein ehrenamtliches Engagement mache.“

Stand: Februar 2019

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