Die Teilnehmenden bringen selbst Erfahrungen aus der NRW-Talentförderung mit. Viele von ihnen wurden zuvor selbst durch Programme wie das NRW-Talentscouting, RuhrTalente/NRWTalente oder die TalentKollegs Ruhr begleitet. Obwohl viele dieser Alumni mittlerweile in ganz Deutschland studieren, eine Berufsausbildung absolvieren oder bereits im Job unterwegs sind, kehren sie für die Qualifizierung zurück: In den Workshops reflektierten sie, welche Erfahrungen, Orientierungsimpulse und Perspektiven aus ihrem eigenen Bildungsweg für andere junge Menschen hilfreich sein können und wie sie diese verantwortungsvoll in ihr persönliches oder berufliches Umfeld einbringen können.
Im Mittelpunkt standen dabei zentrale Prinzipien der NRW-Talentförderung: eine stärkenorientierte Haltung, der Blick auf Potenziale und Leistungen im jeweiligen Lebenskontext und die Frage, wie junge Menschen ermutigt werden können, vorhandene Supportstrukturen anzunehmen und Gelegenheiten zur Weiterentwicklung wahrzunehmen.
Junge Menschen werden selbst zu Talentfördernden
„Dass wir mittlerweile über 500 Alumni für das ehrenamtliche Engagement erreicht haben, ist ein echter Meilenstein! Bei mehreren zehntausenden Talenten, die kontinuierlich durch Programme der NRW-Talentförderung begleitet werden – und das inzwischen seit mehr als zehn Jahren – ist es aber auch eine notwendige Entwicklung, die wir bewusst intensiv vorantreiben. In dem Netzwerk steckt enorm viel Potenzial, da es größtenteils von denjenigen getragen wird, die selbst von der Förderung profitiert haben. Sie haben dadurch einen besonderen Zugang zu den Themen und auch zu den nachkommenden Talenten.“, sagt Marcus Kottmann, Leiter des NRW-Zentrums für Talentförderung.
Für Prof. Dr. Bernd Kriegesmann, Präsident der Westfälischen Hochschule, erweitert das wachsende Netzwerk der Talentpatinnen und Talentpaten die Wirkung der NRW-Talentförderung in besonderer Weise. „Die Talentpatinnen und Talentpaten tragen die stärkenorientierte Haltung der NRW-Talentförderung als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in ihre eigenen Lebens-, Lern- und Arbeitsumfelder hinein. So erreichen sie auch persönliche Netzwerke, in denen eine derartige Unterstützung nicht immer unmittelbar präsent ist. Für uns als Hochschule ist das ein starkes Zeichen dafür, dass unser Weg in der Talentförderung nicht nur individuelle Perspektiven eröffnet, sondern auch Verantwortung füreinander stärkt“, sagt Prof. Dr. Bernd Kriegesmann.
Mit dem Abschluss der Qualifizierung sind die neuen Talentpatinnen und Talentpaten Teil eines landesweiten Netzwerks. Sie engagieren sich in Ausbildungsbetrieben, Hochschulen, Programmen der Talentförderung, Vereinen, Initiativen oder im persönlichen Umfeld. So entsteht ein Netzwerk, in dem eigene Erfahrungen weitergegeben werden und aus individueller Förderung neues Engagement für andere junge Menschen erwächst.
Datum: 28.09.2026



