Unter dem Titel „Sprache als Schlüssel für eine erfolgreiche Bildungsbiografie – Sprachliche Bildung in der beruflichen Bildung“ kamen zahlreiche Expertinnen und Experten im Gelsenkirchener Hans-Sachs-Haus zusammen, um aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zu diskutieren und praxisnahe Impulse auszutauschen.
Als ausgewiesenes „Good-Practice-Beispiel“ stand dabei der ganzheitliche Ansatz des TalentKolleg Ruhr im Fokus. Türel Tan und Frauke Höller vom TKR Gelsenkirchen stellten das Konzept vor, mit dem das Kolleg motivierte Schülerinnen und Schüler ab dem Ende der Sekundarstufe I bis zum Abitur außerschulisch qualifiziert. Das im NRW-Zentrum für Talentförderung verortete Programm verfolgt seit jeher das Ziel, Bildungserfolg unabhängig vom sozioökonomischen Hintergrund zu ermöglichen und jungen Menschen passgenaue Qualifizierung an den entscheidenden Schnittstellen ihrer Laufbahn zu bieten.
Doppelter Verwertungskontext: Das Fach Deutsch als Fundament
Im Mittelpunkt des Vortrags standen insbesondere die kritischen Übergänge im Bildungssystem. Mangelt es hier an grundlegenden Basiskompetenzen, erwachsen daraus oft erhebliche Hürden für die weitere Bildungsbiografie. Das Fach Deutsch nimmt in den Angeboten des TalentKollegs eine fundamentale Doppelrolle ein: Zum einen bildet es die fächerübergreifende Grundlage für einen erfolgreichen Schulabschluss, zum anderen schafft es das notwendige sprachliche Fundament für eine anschließende Berufsausbildung oder ein Studium.
Indem das TalentKolleg Ruhr Defizite frühzeitig abbaut und verborgene Potenziale fördert, leistet es einen unverzichtbaren Beitrag zu mehr Chancengerechtigkeit und gelingenden Übergängen von der Schule in den Beruf.
Foto: @ Heidrun Schumacher, Stadt Gelsenkirchen
Datum: 10.07.2026


