Domino-Effekt der Talentförderung: Vom Talent zu Talentfördernden - fast 50 neue Talentpat*innen

Fast 50 Talente haben sich an zwei Tagen in der Talentpat*innen-Qualifizierung mit den Grundprinzipien und Instrumenten der NRW-Talentförderung beschäftigt, einen Erfahrungsaustausch auf Augenhöhe erlebt und zum Abschluss ein Zertifikat erhalten. Die zweitägige Talentpat*innen-Qualifizierung fand im NRW-Zentrum für Talentförderung in Gelsenkirchen statt und hat junge Menschen aus ganz NRW, und darüber hinaus auch aus Niedersachsen, Hessen und Thüringen angezogen.

Vorbild sein, wertvolles Wissen und Erfahrungen aus dem eigenen Bildungsweg an andere junge Menschen weitergeben, um ihnen den Einstieg in eine Berufsausbildung oder ein (duales) Studium zu erleichtern und bei Fragen zu spezifischen Förderangeboten wie Auslandsaufenthalte oder Stipendien zu unterstützen – das ist das Ziel der Qualifizierung zur Talentpatin/ zum Talentpaten des NRW-Zentrums für Talentförderung. 

„Ich habe sehr viel von der NRW-Talentförderung profitiert, war im NRW-Talentscouting, war Stipendiat im Schülerstipendienprogramm RuhrTalente und habe Qualifizierungskurse im TalentKolleg Ruhr besucht und möchte jetzt etwas an andere zurückgeben“, erzählt Felix, der im 3. Semester Informatik studiert. „Für mich war sehr wichtig, das Konzept „Leistung im Kontext“ zu verstehen. Ich möchte in Zukunft über das Informatikstudium informieren, sodass interessierte Schüler*innen entscheiden können, ob das Fach für sie geeignet ist. Der Talentpate als Tippgeber – einen Rat geben, der aber wirklich entscheidend sein kann für junge Menschen, das habe ich aus der Qualifizierung mitgenommen.“ Felicia, die im Oktober ein Lehramtsstudium aufnimmt, spricht von einem Dominoeffekt in der Talentförderung: Diejenigen, die profitiert haben, geben ihre Erfahrungen an andere weiter.

„Mir ist bewusst geworden, dass ich nicht alleine bin mit den Hürden, die ich auf meinem Bildungsweg hatte. Ich habe mich schon mit Schüler*innen ausgetauscht, zu denen mein Talentscout einen Kontakt hergestellt hatte und ihnen von meinen Erfahrungen im Studium erzählt. Ich möchte als Talentpatin weiter jüngere Talente unterstützen, ihren Weg nach der Schule zu finden“, sagt Sarah, die Maschinenbau im Bachelor studiert hat und jetzt Erneuerbare Energien im Master studiert.

 „Es gibt über 40.000 Talente, die in der NRW-Talentförderung kontinuierlich begleitet werden und davon möchten so viele Talente etwas zurückgeben, selbst Verantwortung übernehmen und sich aktiv in die NRW-Talentförderung und in die Gesellschaft einbringen“, sagt Hilke Birnstiel, die zusammen mit Marcus Kottmann das NRW-Zentrum für Talentförderung leitet. „Was vorher als Talent erlebt wurde, wird nun durch den Blick des Talentfördernden reflektiert und analysiert. Die Talente lernen, wie die Talentförderung in NRW funktioniert, welche Programme es gibt und welche Akteure sie zukünftig kontaktieren können, um andere Talente nach vorne zu bringen und neue Bildungsperspektiven zu entwickeln,“ ergänzt Céline Roßhoff, Team Beratung, Qualifizierung und Weiterbildung des NRW-Zentrums für Talentförderung.

Die Qualifizierung zur Talentpatin/zum Talentpaten wird seit drei Jahren am NRW-Zentrum für Talentförderung angeboten – fast 500 junge Menschen sind bereits Talentpat*innen und engagieren sich aktiv an ihren Hochschulen, in Gremien und in ihren Netzwerken. „Talentfördernde können diese hochaktiven jungen Leute systematisch in die Formate der Talentförderung einbeziehen und ihre authentischen Erfahrungen und ihr Know-how für ihre Talente nutzen. Dadurch wird die stark wachsende Gruppe der Talentpat*innen zu einer wertvollen Ressource für die NRW-Talentförderung und die Verbreiterung der Wirkung von Talentförderung auch über die Landesgrenzen hinweg“, ist Marcus Kottmann überzeugt.

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