Talent Angeliki im Porträt

„Was mich besonders am medizinischen Bereich interessiert ist, dass man so viel über sich selbst und über den menschlichen Körper lernt und dass man mit diesem Wissen anderen helfen kann“, sagt Angeliki begeistert.

VOLLER ERFOLG BEI DER BEWERBUNG UM EINEN AUSBILDUNGSPLATZ

„Was mich besonders am medizinischen Bereich interessiert ist, dass man so viel über sich selbst und über den menschlichen Körper lernt und dass man mit diesem Wissen anderen helfen kann“, sagt Angeliki begeistert. Die 19-Jährige hat 2018 ihr Abitur am Städtischen Gymnasium Herten gemacht. Ihr großer Traum ist es, Ärztin zu werden. „Ich habe mein Abi mit einem guten Schnitt bestanden und kann deshalb nicht direkt ein Medizinstudium beginnen.“

Auch in der Freizeit viel zu tun

Angeliki ist in Herten im Kreis Recklinghausen aufgewachsen und hat zwei jüngere Geschwister. Sie ist immer gerne zur Schule gegangen. Biologie, Englisch und Pädagogik waren ihre Lieblingsfächer. Ehrenamtliches Engagement findet Angeliki ebenfalls wichtig. Deshalb engagierte sie sich bei Caritas Kinderland in Herten. In ihrer Freizeit hat Angeliki lange getanzt, auch Sport ist ihr Ding. Sie hat schon Fußball gespielt und eine Zeit lang Kickboxen ausprobiert. „Eine Verwandte hat mir vom Kickboxen erzählt. Ich bin neugierig geworden und habe es einfach mal ausprobiert.“ In der Sportgruppe war sie eines von drei Mädchen, von denen zwei nur sehr unregelmäßig zum Training kamen. „Aber das war mir egal, ich hab auch mit den Jungs trainiert. Für einige Zeit kam auch mein Vater zum Training. Das war ganz lustig.“ Als der Verein umgezogen ist, war die Anfahrt zu lang und Angeliki musste leider mit dem Kickboxen aufhören. „Aber vielleicht fange ich wieder an“, erzählt sie, „es ist ein gutes Gefühl, sich verteidigen zu können und es hält einfach fit.“

„Talentscouting – das klang so spannend!“

Angelikis Eltern unterstützen sie in ihrem Berufswunsch, Ärztin zu werden. Ihr Vater hatte ein Medizinstudium begonnen, konnte es aber leider nicht fortführen. „Meine Eltern stehen voll hinter mir. Sie wollen, dass ich etwas mache, das mir liegt und Spaß macht.“ Als Angeliki in der Oberstufe von einer Mitschülerin hörte, dass sie zu einem Talentscout geht, wurde sie neugierig. „Das klang so spannend. Ich wusste nicht genau, was im Talentscouting an unserer Schule passiert, ich habe mich einfach für einen Termin eingetragen.“ Angeliki erinnert sich noch an das erste Gespräch mit ihrem Talentscout Laura Estner von der Westfälischen Hochschule. Sie sei direkt mit konkreten Vorstellungen ins Talentscouting gegangen. Zusammen haben sie sich das Bewerbungsverfahren angeschaut. Angeliki konnte sich auch über den allgemeinen Studienalltag informieren. „Ich hatte sofort den Eindruck, dass ich mit jemandem spreche, die sich auskennt und meine Wünsche ernst nimmt. Es war wichtig für mich zu erfahren, wie ein Studium so läuft, dadurch habe ich mich sicherer und besser vorbereitet gefühlt.“ Angeliki ging regelmäßig zu den Terminen ihres Talentscouts an ihrer Schule, auch in der Westfälischen Hochschule haben sie sich getroffen, wenn Angeliki zwischendurch Fragen hatte.

Sieben Bewerbungen – sechs Einladungen zum Vorstellungsgespräch

Als Angeliki ihr Abitur mit einer guten Note abgeschlossen hatte, die aber nicht für ein sofortiges Medizinstudium ausreichte, hat sie sich mit ihrem Talentscout weitere Möglichkeiten überlegt. „Es war toll für mich, dass ich das zusammen mit meinem Talentscout machen konnte, es hat mir eine Menge Spaß gemacht und Laura hatte immer ein offenes Ohr für mich.“ Im Gespräch war ein Studium an einer privaten Hochschule, ein Studium im Ausland und bei der Bundeswehr. Und auch eine Berufsausbildung als Krankenpflegerin, für die sich Angeliki entschied. Ihr Talentscout unterstützte sie bei den Bewerbungsschreiben. Angeliki bewarb sich bei sieben Krankenhäusern und bekam sechs Einladungen zum Vorstellungsgespräch. „Das war so toll, eine absolute Bestätigung für mich!“

Seit September 2017 macht Angeliki die Berufsausbildung am Universitätsklinikum in Essen. Sie hat sich für diese Klinik entschieden, weil es dort viele interessante Fachbereiche gibt und es ein Haus der Maximalversorgung ist. Die Klinik biete sehr gute Optionen, viel zu lernen. Unter anderem auch durch die Nutzung der Fachbibliothek Medizin. „Ich bin sehr glücklich mit meiner Entscheidung. Was ich in den wenigen Monaten schon alles lernen konnte, ist der Wahnsinn. Und der direkte Kontakt zu den Patienten macht mir sehr viel Spaß, was mir bestätigt, dass ich den für mich richtigen Weg eingeschlagen habe.“ Nach der Berufsausbildung möchte sich Angeliki erneut um einen Studienplatz in Medizin bewerben.

Stand: Mai 2019

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