Talent Kornelius im Porträt

„Seit ich denken kann, spiele ich schon Fußball. Mit zwei Jahren habe ich angefangen und mittlerweile bin ich auch ehrenamtlich Fußballtrainer. Ich finde es einfach toll, den Kids etwas beizubringen.“ Kornelius wohnt im Kreis Viersen und engagiert sich schon lange im örtlichen Sportverein.

Sicherheit in der Entscheidung zur Berufsausbildung

„Seit ich denken kann, spiele ich schon Fußball. Mit zwei Jahren habe ich angefangen und mittlerweile bin ich auch ehrenamtlich Fußballtrainer. Ich finde es einfach toll, den Kids etwas beizubringen.“ Kornelius wohnt im Kreis Viersen und engagiert sich schon lange im örtlichen Sportverein. Er trainiert die E-Jugend und ist besonders stolz, wenn „seine Jungs“ Erfolge mit nach Hause bringen. „Das ist toll für die Kids, aber auch für die Eltern, die ganz schön was auf sich nehmen, ihre Kinder hierhin und dorthin zu Spielen fahren. Wenn sie dann gewinnen, ist das eine schöne Belohnung.“

Kornelius gefällt das Leben in der ländlich geprägten Region Viersen am Niederrhein. Er ist hier aufgewachsen, seine Familie und seine Freunde leben hier. Es ist die Gemeinschaft auf dem Land und die Überschaubarkeit, die der 18-Jährige besonders mag. „Das Freizeitangebot ist vielleicht nicht so vielfältig wie in einer größeren Stadt, aber es ist doch alles da, was man braucht. Man kennt sich hier, ich kann rausgehen und treffe immer Bekannte. Das finde ich gut.“ Kornelius ist gerne in der Nähe seiner Familie, seine Eltern und seine beiden jüngeren Schwestern sind ihm sehr wichtig. Sein Vater ist Kriminalhauptkommissar und seine Mutter arbeitet in einem Labor als pharmazeutisch-technische Assistentin.

Lernerfolg auf der individuell passenden Schule

Bis zur zehnten Klasse ging Kornelius auf ein nahegelegenes Gymnasium. Seine Noten lagen im mittleren Bereich. Er ist gerne zur Schule gegangen, aber wirklich begeistert hat ihn der Unterricht dort nicht. Am Anfang der zehnten Klasse hatte er sich fest vorgenommen, seine Noten zu verbessern. Lernen war angesagt. Aber so richtig wollte es nicht klappen, seine Noten wurden nicht viel besser. „Ich habe gemerkt, dass mir das Lernen schwer fiel, weil mir einfach der praktische Bezug fehlte.“ Sein beruflicher Wunsch war es, wie sein Vater zur Polizei zu gehen. Doch aufgrund einer Rot-Grün-Sehschwäche ist das leider nicht möglich. Da Kornelius sich auch für wirtschaftliche Themen interessiert, entschied er sich, die Schule zu wechseln, um sein Abitur mit einem wirtschaftlichen Schwerpunkt machen zu können. Am Beruflichen Gymnasium für Wirtschaft und Verwaltung des Berufskollegs Viersen war das möglich. Und plötzlich wurden die Noten besser. „Ich merkte, wie mir der Unterricht gleich viel mehr Spaß machte, weil der praktische Bezug da war. Ich hatte das Gefühl, dass ich das, was ich dort lerne, auch wirklich irgendwann gebrauchen kann.“

Fach- oder Vollabitur?

Kornelius interessierte sich auch für eine berufliche Laufbahn in der Verwaltung. Er überlegte sich, sein Fachabitur zu machen und dann eine Berufsausbildung zu beginnen. „Meine Eltern fanden es gut, dass ich mir eigenständig Gedanken um meine Zukunft mache und unterstützen mich dabei. In der Schule kam natürlich ab und zu schon der Vorschlag auf, das Vollabitur zu machen. Aber ich wollte gerne Berufspraxis haben, war mir aber doch etwas unsicher in meiner Entscheidung.“

Seine Lehrer schlugen ihm vor, zum Talentscouting an der Schule zu gehen. Im Gespräch mit NRW-Talentscout Simone Jawor-Jussen von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf konnte er sich über seine Pläne und die Möglichkeiten, die es gibt, austauschen. „Ich merkte, wie gut es war, professionell über meine beruflichen Vorstellungen zu sprechen und mir darüber klar zu werden, was ich kann und was ich gerne mache. Eine zusätzliche Perspektive war sehr hilfreich für mich. Mir ist klar geworden, dass eine Berufsausbildung, in der ich Kontakt zu vielen unterschiedlichen Menschen habe, das ist, was ich machen möchte.“

Neben seinem Ehrenamt als Fußballtrainer und der Schule jobbte Kornelius in einem Callcenter. Auch da zeigte sich, dass ihm der Umgang mit Menschen liegt. Besonders viel Spaß hat es ihm gemacht, sich mit den älteren Leuten zu unterhalten, die dort angerufen haben. „Ich habe gemerkt, wie froh sie waren, wenn sich jemand die Zeit genommen hat, auch mal ein paar nette Worte zu wechseln.“

Eine abwechslungsreiche Berufsausbildung

Kornelius hat sein Fachabitur mit einem Schnitt von 2,4 bestanden und entschied sich für eine Berufsausbildung im mittleren Dienst als Verwaltungsfachwirt beim Kreis Viersen, die er im Sommer 2018 begann. Alle vier Monate durchläuft Kornelius eine andere Abteilung. Das Jugendamt und das Jobcenter hat er schon kennenlernen können. Der Umgang mit Menschen aber auch die vielseitigen Verwaltungstätigkeiten machen ihm Spaß. „Das Talentscouting hat mir Sicherheit in meiner Entscheidung gegeben und nach einem halben Jahr in der Ausbildung kann ich sagen, dass es auch wirklich die richtige Entscheidung war.“ Nach der Berufsausbildung kann sich Kornelius vorstellen, im Jugendamt zu arbeiten und dann vielleicht berufsbegleitend ein Studium zu beginnen. Auch ein Auslandsjahr, zum Beispiel in Kanada interessiert ihn. „Aber das werde ich alles mit meinem Talentscout besprechen. Ich habe vor, den Kontakt zu halten und es ist ein gutes Gefühl, eine professionelle Ansprechpartnerin zu haben, wenn ich mir unsicher bin oder berufliche Möglichkeiten besprechen möchte.“

Stand: Februar 2019

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