Talente Toni und Chiara im Porträt

Chiara und Toni gehen auf das Ricarda-Huch-Gymnasium in Gelsenkirchen. Als sie im Oktober 2018 in das Büro des Oberstufenkoordinators gebeten werden, waren sie unsicher und fragten sich warum. Der Grund für das Gespräch, war für beide überraschend: ihr Lehrer empfahl ihnen am NRW-Talentscouting teilzunehmen.

UNSER TALENTSCOUT GIBT UNS MOTIVATION UND MUT, UNSERE IDEEN UND TRÄUME UMZUSETZEN

Chiara und Toni gehen auf das Ricarda-Huch-Gymnasium in Gelsenkirchen. Als sie im Oktober 2018 in das Büro des Oberstufenkoordinators gebeten werden, waren sie unsicher und fragten sich warum. Der Grund für das Gespräch, war für beide überraschend: ihr Lehrer empfahl ihnen am NRW-Talentscouting teilzunehmen. Seit dem ersten Treffen mit Talentscout Laura Estner von der Westfälischen Hochschule hat sich für die beiden viel verändert. Ein Gespräch über Hürden, Motivation und Zukunftspläne.

Was bedeutet für euch die Zusammenarbeit mit Eurem Talentscout?

Chiara: Ohne das Talentscouting wäre für mich einiges vollkommen anders gelaufen, ich hätte vermutlich einfach keinen Plan für meine Zukunft gehabt. Laura hat mir in unseren Gesprächen zahlreiche Optionen aufgezeigt, die ich vorher noch nicht kannte. Dass es z. B. ein Stipendiendprogramm für Schüler*innen gibt, wusste ich überhaupt nicht. Nun bin ich selber Stipendiatin bei den RuhrTalenten und hatte so die Chance viele Orte, Veranstaltungen und Menschen kennenzulernen. Auch im Hinblick auf den Übergang in ein Studium oder eine Ausbildung habe ich von Laura viel Unterstützung bekommen. Durch sie weiß ich, wo und vor allem was ich studieren möchte. Besonders die Finanzierung eines Studiums war für mich vor unseren Gesprächen völlig unklar. Mittlerweile habe ich erkannt, dass ein Stipendium auch an der Uni eine Option für mich sein kann.

Toni: Laura gibt uns Motivation und Mut, unsere Ideen und Träume umzusetzen. Ich hatte schon länger den Gedanken Koreanistik zu studieren, hatte aber immer große Zweifel, ob das für mich das Richtige ist. Mich hat vor allem abgeschreckt, dass man mit so einem Studium keine klare berufliche Perspektive hat, wie bei Lehramt oder Medizin. Unser Talentscout hat mir dann aber verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt. Das hat mir die Angst genommen, eine falsche Entscheidung zu treffen. Laura steht immer hinter uns und hat unsere Interessen und Stärken im Blick – dieses persönliche Verhältnis ist für mich das Wichtigste am Talentscouting. 

Als Schülerstipendiatinnen des Programms RuhrTalente steht euch ein breites Angebot immaterieller Förderung offen. Gibt es ein Highlight, das euch besonders in Erinnerung geblieben ist? 

Chiara: Nur eins ist schwer. (lacht) Ein Highlight für mich war definitiv den ehemaligen US-Präsidenten, Barack Obama, live erleben zu dürfen.

Toni: Wir hatten in den Nachrichten gesehen, dass er nach Köln kommt, um auf der World Leadership Summit 2019 zu sprechen. Da haben wir bei den RuhrTalenten nachgefragt, ob wir seine Veranstaltung im Rahmen der Förderangebote besuchen könnten. Sie fanden die Idee super und haben alles in die Wege geleitet. Ein paar Wochen später waren wir tatsächlich live dabei, als Obama in der Kölner Lanxess Arena auftrat. Bewegt hat mich dabei seine Aussage, dass jede*r etwas verändern kann, besonders wir als junge Generation. Das war einfach total motivierend.

Chiara: Ein weiteres Highlight für mich war eine Sprachreise nach Liverpool in den Herbstferien. In dieser Zeit habe ich meine Sprachkenntnisse ungemein verbessert. Vor allem, dass ich keine Hemmungen mehr habe, andere Sprachen zu sprechen, war ein Riesenerfolg für mich.  

In der Talentförderung spricht man von Schüler*innen als „Talente“. Was meint ihr, macht euer Talent aus?

Toni: Wir haben beide keinen Notendurchschnitt von 1,0. Das ist nicht das, was ein Talent oder ein RuhrTalent ausmacht oder ausschlaggebend für ein Stipendium ist. Ich denke, dass wir beide einfach sehr interessiert an verschiedenen Dingen sind und motiviert sind Neues auszuprobieren und etwas zu bewegen. Vor dem Auswahlgespräch für das RuhrTalente-Stipendium, wusste ich überhaupt nicht, was ich über mich erzählen könnte. Auf die Fragen im Auswahlverfahren fiel mir dann doch einiges ein und ich wurde angenommen. Das war eine tolle Bestätigung.

Chiara: Ich glaube, die Bereitschaft sich zu engagieren und einzubringen, sollte vorhanden sein. Es geht in der Talentförderung ja darum Chancen zu nutzen. Darum ist es glaube ich wichtig, offen für Neues zu sein und Angebote anzunehmen.

Was würdet ihr Schüler*innen raten, die zögern zum Talentscouting zu gehen oder sich für ein RuhrTalente-Stipendium zu bewerben?

Chiara: Einfach ausprobieren! In den Gesprächen mit dem Talentscout kann man auch nur mal ein paar Fragen stellen. Man kann aber auch ganz ohne Fragen zu einem Gespräch gehen. Durch die persönliche Atmosphäre und die lockere Art, kommt man auch ohne ein konkretes Anliegen ins Gespräch und kann eigentlich nur davon profitieren. 

Beim Stipendium sieht es ähnlich aus: Probiere es einfach, alle dort sind sehr nett, auch wenn du nicht angenommen werden solltest. Außerdem ist es gut, wenn du ihnen zeigst, dass du nicht nur selbst vom Stipendium profitieren würdest, sondern auch etwas hast, das du zurückgeben kannst.

Ihr möchtet beide nach eurem Abitur studieren. Werdet ihr auch noch nach eurem Schulabschluss Kontakt zu eurem Talentscout halten?

Toni: Ich möchte definitiv weiterhin mit Laura in Kontakt bleiben. Da ich nicht in Nordrhein-Westfalen studieren werde, gibt es an meiner Universität dann leider keine Talentscouts oder ein TalenteNetzwerkTreffen, wo man sich vor Ort austauschen kann. Darum ist es super, dass ich auch nach der Schulzeit, Laura noch als Ansprechpartnerin habe.

Chiara: Das sehe ich genauso. Selbst wenn es irgendwann nur noch auf eine Nachricht mit „Frohe Weihnachten“ hinausläuft, will ich Kontakt halten. Es ist einfach gut zu wissen, dass man jemanden hat, an den man sich wenden kann.

Gibt es etwas, was ihr zukünftig erreichen wollt oder euch wünscht?

Toni: Ich wünsche mir im Moment am meisten, die Studienplatzzusage. Da ich neben Koreanistik noch nicht genau weiß, was mein Nebenfach sein wird, hoffe ich, dass ich ein zweites Studienfach finde, dass mich genauso begeistert.

Chiara: Auch ich wünsche mir, dass ich eine Zusage für einen Studienplatz der Theaterwissenschaften und Linguistik in Mainz bekomme und mich in der Stadt schnell wohlfühlen. Bis jetzt ist alles noch so ungewiss, sei es eine Unterkunft zu finden oder wie sich das Studium dann wirklich anfühlen wird. Für meine Zukunft wünsche ich mir, dass das alles funktioniert. Außerdem wünsche ich mir viel zu reisen, um die Welt zu entdecken.

Stand: April 2020

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