Mit Talentscouts zur gezielten Berufsentscheidung nach der Schule

Das NRW-Talentscouting begleitet in NRW fast 30.000 junge Menschen bei ihrem Übergang von der Schule in ein Freiwilliges Soziales Jahr, eine Berufsausbildung oder ein (duales) Studium und – wenn es die Jugendlichen wünschen – auch darüber hinaus. Warum und wie sich in der individuellen Beratung von Talentscouts nach dem (Fach-)Abitur die Entscheidung für eine duale Berufsausbildung entwickelt hat, darüber informierten sich am 12.04.2024 Wissenschaftsministerin Ina Brandes und Arbeitsminister Karl-Josef Laumann im Rahmen der Fachkräfteoffensive NRW im Gespräch mit NRW-Talentscouts und begleiteten Talenten.

Noch nie standen Schüler*innen nach der Schule so viele Wege offen: weiter zur Schule? Berufsausbildung? Hochschule für Angewandte Wissenschaft? Universität? Duales Studium? Oder doch erst ein Freiwilliges Soziales Jahr? Das NRW-Talentscouting bietet jungen Menschen Orientierung: individuell, ergebnisoffen – und ganz unabhängig von Wohnort, Herkunft oder Unterstützung durch die Familie.

Wissenschaftsministerin Brandes: „Eine gute Ausbildung darf keine Frage des Wohnortes und der Herkunft sein. Deshalb haben wir mit der Talentförderung einen sehr erfolgreichen Weg eingeschlagen, Schülerinnen und Schüler bei den Entscheidungen, die nach der Schulzeit anstehen, zu begleiten und ihren Talenten und Neigungen entsprechend zu beraten. Das kann die passende Ausbildung sein ebenso wie ein Studium. Jede Erfolgsgeschichte ist der Beweis, dass exzellente Bildung für alle möglich ist. Davon profitieren sowohl die Jugendlichen als auch der Wirtschaftsstandort Nordrhein-Westfalen, der qualifizierte Fachkräfte braucht.“

Eine der Fachkräfte, die ihren Weg dank Talentscouting gefunden haben, ist Yusuf Taşdemir (24) aus Hagen. Während seiner Zeit am Berufskolleg Hagen wurde der Fachabiturient von einem Talentscout begleitet. Dazu gehörte zum Beispiel Unterstützung bei der Bewerbung bei einem mittelständischen Betrieb in Iserlohn um eine Ausbildung zum Kaufmann für Marketingkommunikation. Die hat Yusuf Taşdemir erfolgreich geschafft und arbeitet heute weiter für das Unternehmen als Content Creator und Social Media Manager.

Caroline Josten (33) aus Kirchhellen war sich unsicher, in den technischen Bereich einzusteigen, da sie in ihrem Umfeld keine passenden Vorbilder hatte. Da sie gerne Praxis und Theorie verbinden wollte, entschied sie sich im Talentscouting für ein duales Studium zur Maschinenbauingenieurin in Kombination mit einer Berufsausbildung zur Industriemechanikerin. „Die intensive Begleitung durch die Talentförderung hat mir Mut gemacht. Sie hat es mir erst ermöglicht, meinen beruflichen Weg einzuschlagen und bis heute erfolgreich auszuüben“, sagt sie.

Arbeitsminister Karl-Josef Laumann: „Ich freue mich über die positiven Ergebnisse des Talentscouting-Programms im NRW-Zentrum für Talentförderung. Das stärkt nicht nur unsere Bildungslandschaft, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zur Sicherstellung unseres zukünftigen Fachkräftebedarfs in Nordrhein-Westfalen.“

Weitere Informationen gibt es in der Pressemitteilung.

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Nima Zandi

Talentscout

Universität Münster