Drei intensive Tage, tiefe Einblicke in die Instrumente der Talentförderung und ein Austausch auf Augenhöhe: Für 60 engagierte junge Menschen markiert der Abschluss der Qualifizierung den Wechsel der Perspektive. Was sie selbst als geförderte Talente erlebt haben, geben sie nun als qualifizierte NRW-Talentpat*innen weiter.
„Ich habe in der Qualifizierung sehr viel Neues zum Thema Chancengerechtigkeit erfahren und von Möglichkeiten, wie ich mich als Talentpate engagieren kann. Im Allgemeinen hat mich sehr beeindruckt, wie ich bei jungen Menschen einen Unterschied machen kann“, erzählt Marcel, der Philosophie in Düsseldorf studiert. Lais, die in Erfurt Internationale Beziehungen und Staatswissenschaften studiert, ergänzt: „Als Talentpatin will ich dazu beitragen, dass kein junger Mensch übersehen wird und dass mehr Wege sichtbar werden.“ „Alle hier möchten etwas zurückgeben,“ sagt der 19-jährige Randy, „weil sie selber von den Programmen der Talentförderung profitiert haben. Als RuhrTalent möchte ich jetzt schauen, wie ich Talente an meiner ehemaligen Schule anspreche und motiviere, sich für das Stipendium zu bewerben.“
Ein ganz besonderer Moment war die Diskussion mit Ina Brandes, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Ministerin besuchte am ersten Tag der Qualifikation die Talente und tauschte sich mit ihnen über ihren Bildungsweg, ihre Motivation, an der Qualifizierung teilzunehmen und ihr gesellschaftliches Engagement aus. Dabei hatten auch die Talente die Möglichkeit, die Ministerin kennenzulernen und mit ihr über die Wichtigkeit von Teilhabe und Engagement zu reden. „NRW-Talentpatinnen und -paten geben jungen Menschen das Vertrauen in sich selbst und den Glauben, dass sie das können, was sie erreichen wollen. Das ist unglaublich wichtig", so Ministerin Ina Brandes.
Vorbilder für die Führungskräfte von morgen
Seit vier Jahren bietet das NRW-Zentrum die Qualifizierung an – mit Erfolg: Inzwischen engagieren sich etwa 500 Talentpat*innen aktiv für Fragen zu ihrer Berufsausbildung oder ihrem Studium, in Gremien, Ehrenämtern und ihren persönlichen Netzwerken. „Wir haben so viele leistungsstarke und motivierte Talente in unserer Gesellschaft. Es ist an der Zeit, sie aktiv wirken zu lassen – als Vorbilder, als Ansprechpersonen und perspektivisch als Führungskräfte der Zukunft“, so Hilke Birnstiel, Leiterin des NRW-Zentrums für Talentförderung.
„In der NRW-Talentförderung begleiten wir kontinuierlich rund 30.000 junge Menschen. Beeindruckend viele von ihnen möchten etwas zurückgeben und Verantwortung in unserer Gesellschaft übernehmen“, betont Céline Roßhoff, Beratung, Qualifizierung und Weiterbildung am NRW-Zentrum für Talentförderung. Durch die Qualifizierung reflektieren die Teilnehmenden ihren eigenen Weg und lernen, wie sie als Multiplikator*innen wirken können. Roßhoff erklärt die besondere Dynamik: „Talentpat*innen wirken in ihrem Umfeld wie Magnete. Sie sind Ankerpunkte für andere junge Menschen, die dadurch mehr Teilhabe erleben und neue Möglichkeiten für eine gelingende Bildungsbiografie wahrnehmen können. “
Eine wertvolle Ressource für die Bildungslandschaft
Hilke Birnstiel unterstreicht die Bedeutung der jungen Expert*innen: „Talentpat*innen zeichnen sich durch ein außergewöhnliches Engagement aus. Ihre authentischen Erfahrungen und ihr Know-how sind eine wertvolle Ressource. Indem wir diese hochaktiven jungen Leute systematisch einbeziehen, verbreitern wir die Ansätze der Talentförderung weit über die Landesgrenzen hinaus.“
Weitere Einblicke finden Sie in unserer Bildergalerie.
Datum: 30.03.2026



