Was Herr Reff aus dem Ruhrgebiet mit nach Berlin nimmt

Wie entscheidend sind Respekt, Empathie und das Einhalten von Regeln in der Schule und im täglichen Miteinander? Darüber diskutierten mehr als 160 Talente der NRW-Talentförderung mit dem Berliner Lehrer und SPIEGEL-Bestsellerautor Herrn Reff im NRW-Zentrum für Talentförderung in Gelsenkirchen.

In seiner Kindheit und Jugend erlebte Herr Reff Armut und Gewalt, in der Schule wurde er als „Problemschüler“ erlebt. Heute arbeitet er als Lehrer, erreicht als Social-Media-Creator Millionen junger Menschen und setzt sich für Chancengerechtigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt ein. Bei der Veranstaltungsreihe „Talente treffen …“ gab er Einblicke in seinen Bildungsweg und sprach mit Talenten und Talentfördernden über prägende Erfahrungen, persönliche Herausforderungen sowie die Bedeutung von Unterstützung und Ermutigung für die professionelle Begleitung und Entwicklung junger Menschen.

Durch das Bühnengespräch führten die Talente Pelin und Tommy. Beide wurden selbst durch die NRW-Talentförderung gefördert, studieren Lehramt und sind inzwischen als Lehrbeauftragte für das Fach Deutsch am TalentKolleg Ruhr tätig.

Respekt beginnt mit Zuhören

Was bedeutet Respekt, wie gehen wir mit Konflikten um und warum kann Zuhören ein Zeichen von Stärke sein? Diese Fragen sind Bestandteil seines aktuellen Buchs „Der Stärkere hört zu – Wie wir respektvoll miteinander umgehen“. Mit den Jugendlichen sprach der Berliner auch darüber, warum er Nordrhein-Westfalen als Vorbild für mehr Chancengerechtigkeit betrachtet und wieso er sich für die Gründung eines Schülerstipendiums SpreeTalente nach dem Vorbild des Ruhrgebietes einsetzt.

Neue Rolle für Lehrkräfte

Für die Zukunft als besonders relevant beschrieb Herr Reff fundamentale Veränderungen im Rollenverständnis und in der Kompetenzentwicklung von Lehrkräften im Schulalltag.  „Was gute Lehrkräfte über die Wissensvermittlung hinaus auszeichnet, ist der Umstand, wie sie die Stärken ihrer Schülerinnen und Schüler erkennen, Vertrauen aufbauen und mit unterschiedlichen Lebensrealitäten umgehen können“, fasste Herr Reff zentrale Anforderungen zusammen.

Auch nach dem Bühnengespräch war der Andrang groß. Viele Talente nutzten die Gelegenheit für persönliche Gespräche und gemeinsame Fotos mit Herrn Reff, der sich viel Zeit nahm und zahlreiche Exemplare seines aktuellen Buches für sie signierte - für viele Talente ein besonderer Abschluss eines inspirierenden Abends.

„Ich bin vom Schülerstipendienprogramm RuhrTalente absolut begeistert. Ich möchte das Konzept unbedingt mit nach Berlin nehmen und hoffe sehr, dass wir es schaffen, daraus ‚SpreeTalente‘ zu machen“, sagte Herr Reff. „Was hier passiert und wie junge Menschen gefördert werden, ist schlichtweg fantastisch. Die Jugendlichen bringen so viel Engagement mit und wollen vorankommen. Sie stellen genau die richtigen Fragen: Wie geht es weiter? Was kann ich tun?“

Datum: 26.10.2026

 

 

 

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